Ausbildung

Die Ausbildung

 

Die Ausbildung des Hundes erfolgt durch gezieltes Ausnutzen und Umlenken des beim Hund vorhandenen Beute- und Stöbertriebes. Hierbei wird ausschließlich mit positiver Verstärkung gearbeitet, gilt es doch den Hund zur Erfüllung seiner Aufgabe zu motivieren. Ein Rettungshund begreift die Natur und Bedeutung seiner Aufgabe im Einsatz nicht. Für ihn ist die Suche nach vermissten Personen in unwegsamem Gelände ein Spiel, an dessen Ende eine Belohnung wartet, wie in den vielen Übungseinheiten zuvor.

Besonders gut für diese Arbeit geeignet sind mittelgroße Hunde mit gutem Sozialverhalten gegenüber Hund und Mensch und großer Arbeitsfreude.

Ziel der Ausbildung ist es, ein eingespieltes Team aus Hundeführer(in) und Hund zu formen, das auch in extremen Stresssituationen alle erforderlichen Aufgaben zuverlässig erfüllen kann.

Unsere Hunde wachsen mit ihren Aufgaben

 

Der Hundeführer wird in einer mehrjährigen Ausbildung sorgfältig auf seine Aufgaben vorbereitet. Neben einer Sanitätsausbildung werden auch Kenntnisse in Hundekunde, Funk, Orientierung im Gelände, Einsatztaktik und erster Hilfe am Hund vermittelt. Im Einsatz ist der Hundeführer hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Gesundheit und körperliche Fitness sowie seelische Ausgeglichenheit sind daher wichtige Voraussetzungen, um diese anspruchsvolle Tätigkeit erfolgreich durchzuführen. Am Ende der Grundausbildung steht eine Einsatzfähigkeitsprüfung für Hund und Hundeführer. Nur erfolgreich geprüfte Teams werden im Ernstfall eingesetzt. Der Ausbildungsstand wird alle 18 Monate in Wiederholungsprüfungen kontrolliert.

Die Ausbildung eines Rettungshundes kann nur gelingen, wenn jeder für seine Kameraden als engagierter Helfer zur Verfügung steht. Wer nur Freude an der Arbeit mit seinem "eigenen" Hund hat, eignet sich nicht für eine Rettungshundestaffel, hier ist Teamgeist gefragt!

 

 

 

 

Der Hundeführer wird darin ausgebildet, zusammen mit seinem Hund ein Gebiet selbständig abzusuchen und jede darin befindliche Person, die sich untypisch verhält, anzuzeigen.

Dieses Anzeigen kann einerseits durch Verbellen geschehen, was bedeutet, dass der Hund in unmittelbarer Nähe der aufgefundenen Person verbleibt und so lange bellt, bis der Hundeführer am Auffindeort eintrifft. Eine weitere Anzeigeart ist das Rückverweisen. Hierbei läuft der Hund zum Hundeführer zurück und bellt oder springt ihn an, um den Fund kundzutun. Der Hundeführer leint seinen Hund an und lässt sich auf direktem Weg zur aufgefundenen Person führen. Eine dritte Anzeigeart ist das Bringseln. Dabei nimmt der Hund beim Auffinden einer Person ein am Halsband befestigtes Bringsel ins Maul und kehrt zum Hundeführer zurück um den Fund zu signalisieren. Auch bei dieser Verweisart führt der dann angeleinte Hund den  Hundeführer zur aufgefundenen Person zurück.


  Unsere Junghunde in Ausbildung
 
 
 

Am Ende steht eine Prüfung an

 
Auf der Grundlage der Normierung des Begriffes „Rettungshundeteam“ (DIN 13050) werden speziell ausgebildete und geprüfte Hunde mit Hundeführern zur Suche, Auffindung und Rettung vermisster oder verschütteter Personen inklusive erster sanitätsdienstlicher Versorgung eingesetzt.

Nach dieser DIN werden deutschlandweit Rettungshunde im Bayerischen Roten Kreuz/Deutschen Roten Kreuz (BRK, DRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Malteser Hilfsdienst (MHD) und Johanniter-Unfallhilfe (JUH) geprüft.

Abgenommen werden die umfangreichen Prüfungen von zwei staffelexternen Prüfern, die neutral die Leistung des zu prüfenden Teams bewerten. Besteht ein Team die turnusmäßige Überprüfung nicht, wird die 18 Monate gültige Rettungshund-Plakette eingezogen. Dem Team fehlt ohne bestandene Prüfung die Befähigung zur Einsatztauglichkeit und darf somit in keinen Einsatz gehen. Erst nach erfolgreich abgelegter Prüfung kommt das Team für Einsätze wieder in Frage.

 

 

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